Ein Weihnachtsgeschenk für Mitarbeiter sollte im Alltag nützlich sein und zu den Beschenkten passen. Es muss weder teuer sein noch ein großes Firmenlogo tragen. Wichtig ist, dass die Beschenkten es nach den Feiertagen gern verwenden.
Wenn Sie die Vorlieben nicht kennen, eignet sich ein flexibel einlösbarer Gutschein oder eine kleine Auswahl passender Geschenke. Ein persönlicher Gruß erklärt Ihre Wahl und macht das Geschenk persönlicher.
Geschenke passend zum Arbeitsalltag auswählen
Überlegen Sie zuerst, ob die Beschäftigten das Geschenk nach Weihnachten nutzen werden. Ein hochwertiger Thermobecher passt zum Beispiel für Menschen, die viel unterwegs sind. Wer kaum Notizen macht, braucht wahrscheinlich kein schönes Notizbuch. Ein Geschenk, das nur beim Überreichen Eindruck macht, ist weniger nützlich als etwas für den Alltag.
Forschung zum Schenken zeigt einen typischen Unterschied: Beim Auswählen zählt die Überraschung stärker; Beschenkte achten eher darauf, ob das Geschenk angenehm und nützlich ist. Wählen Sie deshalb etwas, das die beschenkte Person wahrscheinlich nutzen wird. Die Forschung sagt nicht, wie viele Menschen bestimmte Weihnachtsgeschenke tatsächlich nutzen.
Nicht alle Beschäftigten freuen sich über Gegenstände als Geschenk. Eine Untersuchung zu verschiedenen Formen der Anerkennung am Arbeitsplatz ergab, dass nur wenige Teilnehmende Sachgeschenke bevorzugten. Die Ergebnisse stehen nicht stellvertretend für alle Beschäftigten. Sie legen aber nahe, auch Gutscheine, Erlebnisse oder zusätzliche freie Zeit in Betracht zu ziehen.
Gutschein oder persönliches Geschenk?
Gutscheine lassen Beschäftigten mehr Freiheit bei der Auswahl. In einer Weihnachtsbefragung des Gutscheinanbieters Cadooz aus dem Jahr 2023 bevorzugten 75 Prozent der Befragten flexibel einlösbare Universalgutscheine. Eine 2025 veröffentlichte Befragung des Geschenkkartenanbieters BHN ergab ebenfalls, dass Geschenkkarten beliebt waren. Solche Umfragen von Anbietern geben Hinweise auf mögliche Vorlieben. Sie belegen aber nicht, dass Gutscheine für jede Belegschaft die beste Wahl sind.
Ein Gutschein wirkt durchdachter, wenn Sie eine kleine, passende Auswahl anbieten und Ihre Wahl erklären. Schlagen Sie zum Beispiel zwei oder drei Möglichkeiten vor und schreiben Sie in die Grußkarte, warum Sie diese ausgewählt haben. Eine Studie zu Geschenken mit Wahlmöglichkeiten deutet darauf hin, dass Empfänger die Auswahl weniger schätzen, wenn sie glauben, die schenkende Person habe sich kaum Gedanken gemacht.
Wenn Sie die Vorlieben Ihrer Beschäftigten nicht kennen, fragen Sie sie kurz und freiwillig. Erkundigen Sie sich zum Beispiel, ob sie lieber einen Gutschein, ein Geschenk zum Genießen oder ein gemeinsames Erlebnis hätten. Die Antworten zeigen nicht alle Vorlieben, helfen aber, unpassende Geschenke zu vermeiden.
Weihnachtsgeschenke nach Budget
Die folgenden Beträge sind grobe Richtwerte. Die Kosten hängen von der Qualität, dem Anbieter, der Bestellmenge und dem Versand ab.
| Budget pro Person | Mögliche Geschenke | Worauf Sie achten sollten |
|---|---|---|
| Bis etwa 10 € | Gute Schokolade, Tee oder Kaffee, ein regionales Feinkostprodukt, eine persönliche Karte mit kleiner Aufmerksamkeit | Qualität und passende Zutaten zählen mehr als eine große Auswahl. Berücksichtigen Sie Allergien und Ernährungsweisen. |
| Etwa 10 bis 25 € | Hochwertiges Notizbuch, wiederverwendbarer Thermobecher, kleiner Gutschein für ein Café oder einen Buchladen | Wählen Sie Gegenstände, die zur Tätigkeit oder zum Alltag passen. Halten Sie Firmenlogos zurück. |
| Etwa 25 bis 50 € | Gute Trinkflasche, Schreibtischzubehör, Restaurant- oder Kulturgutschein, zusammengestellter Genusskorb | Achten Sie bei Gutscheinen auf einfache Einlösung und bei Genussgeschenken auf persönliche Einschränkungen. |
| Etwa 50 bis 100 € | Gutschein für Kultur oder Freizeit, hochwertiger Rucksack oder Kopfhörer bei bekanntem Bedarf | Ein höherer Preis macht ein Geschenk nicht automatisch passender. Klären Sie die steuerliche Behandlung vor der Bestellung. |
| Über 100 € | Gemeinsames Erlebnis, hochwertige individuelle Ausstattung oder zusätzliche freie Zeit, sofern betrieblich umsetzbar | Planen Sie solche Geschenke gezielt und stimmen Sie die steuerliche Behandlung mit der Lohnbuchhaltung oder Steuerberatung ab. |
Bei einem Genusskorb sollten Sie Alkohol nicht als Standard voraussetzen. Bieten Sie möglichst eine alkoholfreie Alternative an. Kleidung und Accessoires sind ebenfalls riskant, wenn Größen, Farben oder persönliche Vorlieben unbekannt sind.
Logo und Grußkarte
Ein Firmenlogo sollte den Gebrauch des Geschenks nicht stören. Ein kleines Logo kann auf einer Trinkflasche oder Tasche passen, wenn der Gegenstand hochwertig und alltagstauglich ist. Wird das Produkt vor allem als Werbefläche gestaltet, wirkt es für die beschenkte Person weniger persönlich.
Eine kurze, persönliche Karte macht auch ein schlichtes Geschenk persönlicher. Schreiben Sie konkret, wofür Sie sich bedanken, statt nur eine allgemeine Grußformel zu verwenden. Bei einer größeren Belegschaft können Sie allen dieselbe kurze Dankesbotschaft schreiben. Nennen Sie darin den Anlass und die geleistete Arbeit.
Lieferung und faire Auswahl
Planen Sie die Übergabe so, dass Beschäftigte im Büro, im Homeoffice und an anderen Standorten ihr Geschenk erhalten. Gutscheine lassen sich einfach digital verschicken. Wenn Sie Pakete versenden, klären Sie Adressen und Lieferzeiten früh. Achten Sie außerdem darauf, dass Wert und Auswahl für alle nachvollziehbar und fair sind.
Ein gemeinsames Erlebnis bringt Beschäftigte zusammen, passt aber nicht zu jedem Arbeitsmodell oder jeder Lebenssituation. Zusätzliche freie Zeit ist eine weitere Möglichkeit, Anerkennung zu zeigen. In einer US-amerikanischen Befragung von Vollzeitbeschäftigten gehörte ein bezahlter freier Tag oft zu den bevorzugten Formen der Anerkennung. Die Befragung untersuchte allgemeine Anerkennung in den USA. Ihre Ergebnisse lassen sich nicht direkt auf Weihnachtsgeschenke in Deutschland übertragen.
Steuern auf Mitarbeitergeschenke prüfen
In Deutschland richtet sich die steuerliche Behandlung nach dem Geschenk und seinem Wert. Auch weitere Leistungen, die Beschäftigte im selben Zeitraum erhalten, spielen eine Rolle. Für Sachbezüge, also Leistungen in Form von Waren oder anderen Vorteilen statt Geld, gilt insgesamt eine Freigrenze von 50 Euro pro Kalendermonat. Bei Überschreitung ist die gesamte Leistung betroffen. Für Gutscheine und Geldkarten gelten zusätzliche Anforderungen. Die Leistung muss grundsätzlich zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden.
Die steuerliche Grenze für bestimmte Aufmerksamkeiten gilt nur für die Fälle, auf die sie sich bezieht. Sie gilt nicht automatisch für ein allgemeines Weihnachtsgeschenk an die Belegschaft. Für bestimmte Geschenke kann unter den gesetzlichen Voraussetzungen eine Pauschalsteuer von 30 Prozent anfallen. Klären Sie die steuerliche Behandlung vor dem Kauf mit der Lohnbuchhaltung oder einer Steuerberatung, besonders wenn die Geschenke teuer sind oder Beschäftigte bereits andere Sachbezüge erhalten.
